Geldanlage praktisch - Anlegertypen und Portfolio

Die unterschiedlichen Anlegertypen

Portfolio

Jeder Anleger hat unterschiedliche Präferenzen, Renditeerwartungen und Verlusttoleranzen. Der Anleger benötigt daher ein individuelles auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Wertpapierportfolio

Der risikoscheue Anleger möchte sicher sein, dass seine Geldanlagen keine Verluste machen. Dafür muss er aber auch geringere Renditen akzeptieren.

Der risikobewusste Anleger möchte eine höhere Rendite erzielen, aber sein Verlustrisiko begrenzen und gering halten.

Der spekulative Anleger ist auf eine möglichst hohe Rendite aus und weiß auch, dass er in bestimmten Marktphasen Geld verlieren kann.

Der spekulative Anleger ist jedoch nicht mit einem Glücksspieler vergleichbar, der auf alles oder nichts geht und am Ende meistens pleite ist.

Er geht die Risiken gut informiert ein und weiß, dass er zu einem von ihm festgelegten Ereignis oder Preis, die Reißleine ziehen muss.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es an den Börsen und Märkten nichts umsonst gibt. Eine hohe Rendite geht immer mit einem höheren Risiko einher.

Welcher Anlegertyp sind Sie? Welches Risikoprofil haben Sie?. Einen Anhaltspunkt gibt ein Fragebogen zum Risikoprofil.

Eine mögliche Portfoliozusammensetzung je nach Anlegertyp

Die folgenden Musterdepots können nur sehr allgemein gehalten werden. Die spezielle Lebenssituation ist bei jedem verschieden und kann zu einer anderen optimalen Portfoliostruktur führen.

  • Der risikoscheue Anleger: Kapitalerhalt ist sein Hauptmotiv, d.h. er toleriert nur kurzfristig geringe Verluste. Seine Renditeerwartung pro Jahr liegt daher im Durchschnitt zwischen 4 - 6%.

    Ein Musterdepot könnte wie folgt aussehen:

    - 30% Bargeld in Form von Tagesgeld oder kurzlaufenden Fest- oder Spargeldern

    - 40% Anleihen in Form von mehreren festverzinslichen Wertpapieren mit hohem Rating (AA und höher) und kurzer oder mittlerer Laufzeit oder Anleihen Fonds die in solche Papiere investieren

    - 20% Aktien in Form von breit diversifizierten Fonds

    - 10% Rohstoffe vor allem Gold und Silber in Form von Fonds oder Zertifikaten

  • Der ausgewogene Anleger: Er hat einen ausgewogenen Ansatz zwischen Chance und Risiko. Er strebt eine höhere Rendite an, ist sich aber auch bewusst, dass das Risiko eines moderaten kurzfristigen Verlustes besteht. eine Renditeerwartung pro Jahr liegt daher im Durchschnitt zwischen 7 - 10%.

    Ein Musterdepot könnte wie folgt aussehen:

    - 20% Bargeld in Form von Tagesgeld oder kurzlaufenden Fest- oder Spargeldern

    - 20% Anleihen in mit hohem Rating (AA und höher), aber auch in geringerem Masse spekulativere Anleihen aus Entwicklungsländer oder Unternehmen mit niedrigem Rating (nicht tiefer als B). Letztere meist in Form von Fonds.

    - 40% Aktien in Form von breit diversifizierten Fonds und Einzelanlagen

    - 10% Rohstoffe vor allem Gold und Silber in Form von Fonds oder Zertifikaten

    - 10% Immobilien und Hedge Funds Anlagen in Form von Fonds und Zertifikaten

  • Der spekulative Anleger: Er möchte seine Rendite maximieren und nimmt größere Wertschwankungen und höhere temporäre Verluste in Kauf. Verluste bis zu 20% in einem Jahr können ebenso vorkommen, wie Gewinne von 25% oder mehr. Seine Renditeerwartung pro Jahr liegt daher im Durchschnitt bei über 12%.

    Ein Musterdepot könnte wie folgt aussehen:

    - 5% Bargeld in Form von Tagesgeld

    - 15% Anleihen vor allem auch im spekulativen Segment von Entwicklungsländern und Hochzinsanleihen von Unternehmen

    - 60% Aktien in Form von Fonds und Einzelanlagen

    - 10% Rohstoffe in Form von Fonds oder Zertifikaten

    - 10% Immobilien, Private Equity und Hedge Funds Anlagen in Form von Fonds und Zertifikaten


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