Geldanlage praktisch - Risikoreduzierung bei der Aktienanlage

Die drei größten Risiken für den Aktieninvestor

Aktienkurse Risikomanagement ist eines der wichtigsten Elemente, um als Investor Erfolg zu haben. Speziell für den Aktienanleger ist es wichtig das Risiko eines Verlustes zu begrenzen.

Dieser Artikel gibt dem Investor in Aktien aber auch dem Anleger in Unternehmensanleihen einen Überblick hinsichtlich der drei wichtigsten Risiken und wie man sie vermeiden kann.

Wer diese Risiken vermeidet, wird mehr Erfolg in der Geldanlage haben.

Die drei wichtigsten Risiken bei der Investition in Aktien und Unternehmensanleihen sind:

  • Das Bewertungsrisiko
  • Das Geschäftsrisiko
  • Das Bilanzrisiko

Das Bewertungsrisiko

Das Bewertungsrisiko ist vereinfacht ausgedrückt, dass ein zu hoher Preis für das Investment bezahlt wird. Die Folge ist, dass der Investor weniger Geld verdient oder sogar Verluste macht.

Dieses Risiko ist das einzige, dass der Investor vollständig unter eigener Kontrolle hat. Niemand kann den Anleger dazu zwingen, einen zu hohen Preis zu zahlen.

Ein Anleger kann das Bewertungsrisiko vermeiden, indem er nicht zu viel für das Investment (Aktie, Anleihe) zahlt.

Viele Anleger glauben, dass ein Investment sicherer wird, wenn der Preis steigt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn der Preis sinkt, reduziert sich das Risiko.

Banner statisch 468x60 Zur Veranschaulichung, nehmen wir folgendes Beispiel:

Ein Unternehmen X erwirtschaftet 1 Euro Ertrag pro Aktie. Wann ist das Risiko höher, wenn der Aktienkurs des Unternehmens bei 13 Euro oder 23 Euro ist?

Für ein gut geführtes, etabliertes Unternehmen ist die Bewertung zu einem Kurs Gewinn Verhältnis (KGV) von 13 akzeptabel. Eine Bewertung mit KGV von 23 ist jedoch zu hoch.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass man mit einem Unternehmen mit KGV 23 langfristig wenig Geld verdient oder sogar Verluste macht.

Wie bestimmt man nun, ob ein Unternehmen zu viel kostet oder nicht?

Die Bewertung eines Unternehmen ist keine exakte Wissenschaft und es gibt verschiedene Bewertungsmethoden.

Die folgende Faustregel ist ein erster Anhaltspunkt für eine Bewertung und funktioniert bei stabilen und großen Unternehmen in den meisten Fällen:

Eine Kombination von günstigem KGV (unter dem langfristigen Durschnitt von 16), einer ansprechenden Dividendenrendite (mehr als 2%) und einer wachsenden Dividendenauszahlung von mehr als 10% pro Jahr spricht für ein fair oder unterbewertetes Unternehmen.

Wer konsequent nicht zu viel für das Investment bezahlt, hat gute Chancen eine höhere Rendite als der größte Teil der Anleger zu erzielen.

Das Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisko ist die zweite Risikokategorie. Es ist das Risiko, dass etwas mit dem Unternehmen falsch läuft, sodass die Möglichkeit Gewinn zu erzielen oder zu steigern, beeinträchtigt ist.

Dieses Risiko kann aufgrund von schlechter Unternehmensführung, stärkere Konkurrenz, Veränderungen in der Industrie oder in der Gesetzgebung oder anderen Gründen entstehen.

Ungeachtet des Grundes, ein Unternehmen mit hohem Geschäftsrisiko wird wahrscheinlich in der Zukunft weniger verdienen. Mit einem Aktieninvestment erwirbt man einen Anteil an den zukünftigen Erträgen eines Unternehmens und diese sind dadurch verringert.

Wie kann das Geschäftsrisiko für den Anleger verringert werden?

Der Anleger sollte sich auf Unternehmen mit hoher Qualität konzentrieren mit exzellentem Management und die ihre Erträge jedes Jahr wie ein Uhrwerk steigern können.

Ein einfaches Mittel, Unternehmen mit hoher Qualität zu identifizieren, ist die Dividendenpolitik des Unternehmens. Unternehmen, die jedes Jahr mehr verdienen, schütten in der Regel auch jedes Jahr mehr Dividenden aus.

Unternehmen mit einer langen Geschichte von Dividendenerhöhungen, haben sehr oft ein reduziertes Geschäftsrisiko.

Andere Hinweise für ein Unternehmen von hoher Qualität sind konsistente Gewinnmargen und ein hoher jährlicher Cash-Flow.

Unternehmen, die alle drei Kriterien erfüllen, sind qualitativ hochwertige Unternehmen mit geringem Geschäftsrisiko.

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Das Bilanzrisiko

Das Bilanzrisiko ist die dritte Risikokategorie, dich auch für Anleihen Investoren sehr relevant ist. Es ist das Risiko, dass ein Unternehmen nicht mehr seine Schulden zahlen kann und als letzte Konsequenz Insolvenz beantragen muss.

Dieses Risiko ist am leichtesten zu vermeiden. Ein Kriterium ist, dass das Unternehmen mehr liquide Mittel (Bankguthaben, Wertpapiere, etc.) hat als Schulden.

Mit einem Blick auf die Unternehmensbilanz lässt sich das Verhältnis sehr schnell ausrechnen. Ein Unternehmen mit mehr Bankguthaben und schnell liquidierbaren Wertpapieren als Schulden hat keine Probleme die Schulden zurückzuzahlen.

Ein Unternehmen muss jedoch nicht unbedingt netto schuldenfrei sind, um ein geringes Bilanzrisiko zu haben. Das Verhältnis von Erträgen und Zinszahlung gibt auch einen guten Hinweis auf ein stabiles Unternehmen.

Falls ein Unternehmen ein vielfaches der Zinsausgaben jedes Jahr verdient, ist das Bilanzrisiko ebenfalls gering.

Sind eine oder beide Kriterien erfüllt, hat das Unternehmen ein geringes Bilanzrisiko.

Die Analyse der Unternehmen anhand der oben genannten Kriterien benötigt etwas Arbeit, aber wenn die drei Investitionsrisiken vermieden werden, ist der Ertrag aus der Aktienanlage garantiert höher.

Weitere Informationen zum Thema Aktien finden Sie auf der Aktien Webseite.


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