Geldanlage praktisch - Anleitung zum erfolgreichen Investieren

Erfolgreich Investieren Eine konsistente, erfolgreiche Geldanlage mit hohen Gewinnen und Renditen ist in der Praxis keine einfache Sache. Nur wenige Anleger schaffen eine sichere hohe positive Rendite, die nachhaltig die Kapitalmarktrendite schlägt.

Der Artikel befasst sich mit zwei erfolgreich erprobten Strategien, um als Anleger am Kapitalmarkt erfolgreich und mit hohen Gewinnen zu investieren.

Die Strategien werden von wohlhabenden und erfolgreichen Profi Investoren angewandt. Die Beachtung der Strategien ist für jeden Investor wichtig, um Erfolg bei der Investition des Geldes zu haben.

Risiko minimieren und Verluste begrenzen

Es gibt 4 magische Worte, die erfolgreiche Anleger sich immer und immer wieder Fragen bevor sie eine Investition tätigen: Wie viel kann ich verlieren?

Das gilt für jede Investition, ob in Aktien, Immobilien oder direkt in eine private Firma.

Der reiche, erfolgreiche Anleger fokussiert zuerst auf das Risiko der Investition. Er fragt sich, wie viel er maximal verlieren kann.

Erst wenn er Klarheit hat über den maximalen Verlust, überlegt er sich wie hoch das Gewinnpotential ist.

Viele Anleger denken anders. Sie stellen sich vor, wie hoch der Gewinn sein könnte und verschwenden keinen Gedanken an mögliche Verluste.

Warren Buffet, einer der erfolgreichsten Investoren, hat einmal zwei wichtige Regeln beim Investieren aufgestellt.

Die erste Regel lautet: Verliere niemals Geld. Die zweite Regel war: Vergiss niemals Regel eins.

Als Warren Buffet über die wichtigste Investitionsregeln gefragt wurde, sprach er nicht über die Analyse von Unternehmensdaten, Bilanzen oder Cashflows. Die wichtigste Regel ist kein Geld zu verlieren.


Wie kann diese Regel in der Praxis der Geldanlage übersetzt werden?

Wer Geld in spekulative Aktien, Optionen oder Start-up Unternehmen investiert, muss immer damit rechnen, das ganze Geld zu verlieren.

Spekulative Investitionen können sehr hohe Gewinne machen, aber aufgrund des hohen Verlustpotentials ist es am besten, wenn man die Positionsgröße solcher Investitionen im Vergleich zum Gesamtvermögen klein hält.

Solche spekulativen Investitionen sollten pro Position 1% des Gesamtvermögens nicht übersteigen. Im Falle eines Totalverlustes ist der finanzielle Schaden gering.

Auf keinen Fall sollten die spekulative Position 5-10% des Gesamtvermögens betragen.

Nachfolgend einige Beispiele für risikominimiertes Investieren für konservative Anleger:

Konservative Anleger sollten sich bei Aktieninvestments auf stabile Blue Chips mit bekannten Marken wie Coca Cola, Microsoft, usw. beschränken.

Wenn diese Aktien zu einem günstigen Preis mit einem KGV unter dem langjährigen Durchschnitt erworben werden können, ist das Verlustrisiko gering.

Investoren, die im Immobilienbereich Häuser unter dem Wiederbeschaffungswert erwerben können, haben ein begrenztes Verlustpotential und mittelfristige Gewinne sind wahrscheinlich.

Eine andere Strategie mit geringem Verlustpotential ist das Investieren in Rohstoffe, Aktien oder anderen Märkten, die nach herben Verlusten von 40-70% vom Höchststand ausgebombt sind und sich seit längerer Zeit in einem Bärenmarkt befinden.

Rohstoffe und Rohstoffaktien eignen sich für diese Zwecke besonders gut, da sie großen Schwankungen unterliegen. Jeder Rohstoff hat Produktionskosten.

Wenn der Preis für den Rohstoff unter die Produktionskosten fällt, lohnt es sich für die meisten Produzenten nicht mehr den Rohstoff zu fördern oder zu produzieren.

Viele Produzenten legen daraufhin Minen still und stellen die Produktion ein.

Da der Rohstoff so billig ist, wird die Nachfrage unweigerlich irgendwann anziehen und bei reduziertem Angebot führt dies zu Preissteigerungen.

Eine Investition in Rohstoffe und verwandte Aktien, bei denen die Preise signifikant und seit längerer Zeit gefallen sind bieten ein risikoarmes Investitionsfeld, da die Preis bereits am Boden angekommen sind und mittelfristig steigen werden.

Investieren in extremen Situationen

Investieren in Extremsituation bedeutet das Suchen und Ausnutzen von Marktsituationen, in denen der Markt signifikant vom Normalfall abweicht. Wenn ein Extremfall erkannt wird, setzt man auf den Ausgleich und die Rückkehr zum Normalzustand.

Der Artikel erklärt, wie man Extremszenarios entdecken kann und wie man entsprechend investiert, um von der Rückkehr zum Normalzustand zu profitieren.

Extremsituationen können in jedem Markt entstehen: bei Aktien, Immobilien, Rohstoffen, Anleihen und Währungen. Die Strategie ist daher auf alle Investitionen anwendbar, unabhängig von der Assetklasse.

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Extremszenarien bei den erwähnten Märkten:

  • Fundamentale- oder Bewertungs- Extremsituation
  • Technische Extremsituation
  • Stimmungsextremsituationen
Fundamentale oder Bewertungsextremsituation:

Extreme fundamentale Bewertungsdifferenzen treten auf, wenn der Preis für eine Investition wie eine Aktie, Immobilie, etc. sehr stark vom langjährigen Durchschnitt nach oben oder nach unten abweicht.

Der Aktienmarkt bietet sehr gutes Anschauungsmaterial zur Erklärung solcher Extremsituationen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist einer der wichtigsten Kennzahlen im Aktienmarkt, um zu bewerten, ob der Aktienmarkt teuer oder billig ist. Der langjährige Durchschnitt des KGV im US Aktienmarkt liegt beispielsweise bei 16.

Ein gutes Beispiel ist das Jahr 1982. In diesem Jahr lief die Wirtschaft schon seit längerer Zeit schlecht und der Aktienmarkt lag ebenfalls lange am Boden. Niemand wollte mehr Aktien kaufen. Das KGV lag damals bei 8.

Dies war einer der besten Zeitpunkte, um US Aktien zu kaufen. Der Aktienmarkt stieg im darauf folgenden Jahr um 50% und verdoppelte sich sogar bis zum Jahr 1986. 17 Jahre später verzehnfachte sich der Aktienmarkt.

Die umgekehrte Situation entstand im Jahr 1999/2000. Die Euphorie im Aktienmarkt war so hoch, dass das durchschnittliche KGV bei 33 lag. Das war eine unhaltbare Überbewertung. Der Aktienmarkt stürzte daraufhin ab und produzierte über mehrere Jahre Verluste.

Um Profit aus fundamentalen Extremsituationen zu schlagen, sollte der Anleger die aktuelle Bewertung mit dem historischen langjährigen Durchschnitt vergleichen.

Wenn die aktuelle Bewertung signifikant unter dem langjährigen Durchschnitt liegt, sollte der Anleger den Anlagegegenstand kaufen und bei einer signifikant höheren Bewertung einen großen Bogen, um den Anlagegegenstand machen. Spekulativ eingestellte Anleger können auch auf sinkende Kurse spekulieren.

Technische Extremsituation:

Bei der Technischen Analyse werden Preise und Handelsvolumina analysiert, um die Entwicklung von Märkten zu beurteilen und Entscheidungshilfen zu erhalten.

Technische Extremsituationen liegen dann vor, wenn ein Markt "überkauft" oder "überverkauft" ist. Mittels technischer Hilfsmittel wie dem Relative Stärke Index (RSI Relative Strength Index) oder dem Bullisch Prozent Index können Extremsituationen gemessen werden.

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Natürlich gibt es noch andere Hilfsmittel der Technischen Analyse mit denen Extremsituationen gemessen werden können, aber diese beiden Indizes haben sich als hilfreich erwiesen.

Die beiden Hilfsmittel der technischen Analyse werden angewandt, um Extremsituationen in den Märkten zu entdecken und dann auf einen Ausgleich zum Normalzustand zu setzen.

Zeigt beispielsweise der Bullisch Prozent Index, dass eine Aktie "überkauft" ist, dann kauft der Anleger Instrumente, bei denen er von sinkenden Kursen profitieren kann (z.B. Put-Optionen, Leerverkauf von Aktien, Reverse Zertifikate).

Bei einer "überverkauften" Marktsituation setzt der Anleger auf Instrumente, mit denen er von steigenden Kursen profitiert (z.B. Call-Optionen, Kauf von Aktien, ETF oder gehebelte Zertifikate).

Das Handeln von technischen Extremsituation bezieht sich auf kurz- bis mittelfristigen Handelsmöglichkeiten.

Eine bewährte Strategie ist das Handeln von stabilen Blue Chips, wenn diese aufgrund von vorübergehenden Problemen (z.B. Rückruf von Produkten oder ein geringerer Quartalsgewinn als erwartet) an Wert verlieren und "überverkauft" sind.

Zu diesem Zeitpunkt können die Blue Chip Aktien oder gehebelte Instrumente (Call-Optionen oder Zertifikate mit dem Blue Chip Basiswert) gekauft werden, da sich Blue Chip Aktienkurse in der Regel nach solchen kurzfristigen Kursrücksetzern wieder erholen.

Erfolgreich Investition Stimmungsextremsituationen:

Das Beobachten von Stimmungsindikatoren von Marktteilnehmern hat den Zweck, den Optimismus oder Pessimismus gegenüber einer Assetklasse festzustellen.

Die Stimmung kann für verschiedene Assetklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien oder Währungen gemessen werden.

Die Idee ist herauszufinden, für welche Assetklasse die Marktteilnehmer besonders optimistisch oder pessimistisch sind und dann die Gegenposition einzunehmen.

Sind die Markteilnehmer beispielsweise pessimistisch gegenüber Anleihen eingestellt, dann kauft man Anleihen und umgekehrt gilt: Sind die Marktteilnehmer sehr optimistisch eingestellt, dann ist die Assetklasse wahrscheinlich teuer und man verkauft besser die Anleihen.

Es gibt ein paar informelle Hinweise auf Stimmungsindikatoren, wie beispielsweise Titelthemen bei Zeitungen und Zeitschriften oder Gesprächsthemen bei Partys.

Ist eine Assetklasse wie Aktien ein Topthema und auf dem Titelblatt bei vielen Zeitschriften oder sogar bei den Boulevard Zeitungen wie im Jahr 2000, dann ist die Stimmung sehr positiv, die Assetklasse sehr teuer und reif für einen Kursrückgang. Zeitungen und Zeitschriften publizieren meistens solche Themen, die sich gut verkaufen lassen.

Wird eine Assetklasse in den Zeitungen und Zeitschriften gar nicht oder sogar negativ erwähnt, dann interessiert sie nur wenige Anleger. Dies ist ein Zeichen, dass die Assetklasse günstig bewertet ist. So geschehen bei Aktien im Jahr 2009 mit einem nachfolgend starken Anstieg der Aktienkurse.

Die Idee hinter dem Beobachten der Gespräche bei Partys und Familienzusammenkünfte ist ähnlich. Wenn viele Leute von einer Assetklasse begeistert und häufig sehr positiv davon sprechen, dann sind sie bereits stark investiert. Das ist oft ein Warnzeichen für eine Überbewertung. In diesem Fall sollte man die Assetklasse nicht kaufen oder sogar auf fallende Kurse setzen.

Auf der anderen Seite, wenn viele Leute auf Partys eine bestimmte Assetklasse ganz schlecht finden, ist es womöglich Zeit für eine Investition.

Selbstverständlich gibt es noch andere objektiv messbare Stimmungsindikatoren von verschiedenen Herausgebern. Für diese Indikatoren gilt ebenfalls: In Extremfällen von Optimismus oder Pessimismus sollte man die Gegenseite einnehmen.

Die drei Extremsituationen gehen oft Hand in Hand. Eine fundamentale Unterbewertung ist oft begleitet von einer technischen Extremsituation des "Überverkauften" und tiefem Pessimismus für die Assetklasse. Umgekehrtes gilt für eine Überwertung, die oft Hand in Hand geht mit großem Optimismus und technischen Signalen, die ein "Überkauft" anzeigen.

Beispiele aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass es sich mittel- bis langfristig lohnt die Gegenseite einzunehmen und damit hohe Gewinne zu machen.

Weitere Informationen zum Thema Risiko bei der Aktienanlage und wie der Anleger sie reduzieren kann, werden in einem Artikel auf der Aktienrisiko Webseite erklärt.


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