Geldanlage praktisch - Diversifiziertes Portfolio ist wichtig

Das optimale Portfolio

Portfolio

Ein wichtiger Schlüsselfaktor für den Erfolg Ihrer Geldanlage, ist die Zusammenstellung eines optimierten und gut diversifizierten Wertpapierportfolios. Was bedeutet ein optimiertes und gut diversifiziertes Wertpapierdepot und wie kann man das praktisch umsetzen? Diesen Fragen wollen wir in diesem Artikel nachgehen.

Warum soll man überhaupt diversifizieren? Es gibt ein Sprichwort das lautet: Man legt nicht alle Eier in einen Korb. Warum? Wenn der Korb zu Boden fällt sind alle Eier futsch und man hat keine mehr.

Auf die Geldanlage übertragen: Wenn man nur eine Aktie oder Anleihe kauft und das Unternehmen Pleite geht, ist das ganze Geld futsch und man hat keines mehr. Diversifikation schützt davor, wenn man mehere Wertpapiere besitzt, dann schadet der Ausfall von einem nicht so sehr.

Die Anlageklassen in einem Portfolio

Es gibt mehere Geldanlageklassen: Aktien, Anleihen, Bargeld, Rohstoffe, Immobilien, usw. Ein gut diversifiziertes Portfolio setzt alle diese Anlageklassen ein.

Warum? Weil sich die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich und zum Teil gegensätzlich im Wert entwickeln und somit das Risiko eines hohen Verlustes vermindern und die Chancen eines Gewinnes erhöhen.

Man nennt dies auch die Korrelation zwischen den Anlageklassen. Eine geringe Korrelation liegt vor, wenn sich zwei Anlageklassen unterschiedlich im Wert entwickeln, wenn die eine Anlage steigt, fällt in der Regel die andere.

Eine hohe Korrelation liegt vor, wenn zwei Anlagen gleichgerichtet im Wert fallen oder steigen. Es ist deshalb für die Chancen und Risiken eines Wertpapierdepot besser, Anlageklassen mit geringer Korrelation zu haben.

Beispiele mit geringer Korrelation sind Aktien und Staatsanleihen oder Bargeld und Rohstoffe. Die meiste Zeit liegt bei diesen Beispielen eine geringe Korrelation vor. Es gibt jedoch auch Zeiten, wo sie sich positiv zueinander entwickeln.

Die Korrelation zwischen den Vermögenswerten ändert sich im Laufe der Zeit; sie steigt und sinkt tendenziell parallel zur Volatilität. Während der Finanzkrise stiegen sowohl die Volatilität als auch die Korrelation, viele Anlageklassen sanken gleichzeitig im Wert.

Es ist dennoch vorteilhaft die verschiedenen Anlageklassen im Depot zu mischen, das erhöht den Gewinn und senkt die Risiken eines hohen Verlustes. Selbst in der Finanzkrise hat ein diversifiziertes Portfolio relativ besser abgeschnitten als ein konzentriertes Portfolio.

Wie sieht eine optimale Mischung aus? Das hängt ganz von der Risikoneigung des Anlegers ab. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr zur Anlegertypologie.

Die Anzahl der Wertpapiere in einem Portfolio

Als nächstens gehen wir der Frage nach, wieviele Wertpapiere in ein Portfolio aufgenommen werden sollen, damit es gut diversifiziert ist und man aber nicht den Überblick verliert.

Ein Portfolio mit 50 Wertpapieren oder mehr ist sicherlich zu viel, da mit jedem zusätzlichen Wertpapier, der Diversifikationsgewinn mariginal ist.

Ein Portfolio mit 1 oder 2 Wertpapieren ist in der Regel zu konzentriert und nicht optimal. Was ist nun optimal? Es kommt darauf an, welche Titel im Depot liegen.

Ein Portfolio mit 5 - 6 verschiedenen Fonds kann schon ausreichend diversifiziert sein. Ein Depot mit 5 - 6 Aktien oder Anleihen ist es jedoch nicht. Es kommt also nicht unbedingt auf die Anzahl der Wertpapiere an, sondern eher welche man sich ins Depot legt.

Ein Musterdepot für einen konservativen, risikoscheuen Anleger, der sich nicht zu sehr um seine Geldanlage kümmern möchte, könnte wie folgt aussehen:

- 30% Bargeld in Form von Tagesgeld oder kurzlaufenden Fest- oder Spargeldern

- 40% Anleihen in Form von meheren festverzinslichen Wertpapieren mit hohen Rating (AA und höher) und kurzer oder mittlerer Laufzeit oder Anleihenfonds die in solche Papiere investieren

- 20% Aktien in Form von breit diversifizierten Fonds

- 10% Rohstoffe vor allem Gold und Silber in Form von Fonds oder Zertifikaten

Dies ist natürlich nur ein Beispiel von vielen möglichen Kombinationen. Es ist immer zu empfehlen, vorher eine persönliche Analyse zur Risikoneigung zu machen. Einen Anhaltspunkt gibt ein Fragebogen zum Risikoprofil.


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