Warum Rohstoffe als Geldanlage?

Erdoel Der Handel und Spekulation auf Rohstoffe wie Erdöl, Gas, Industriemetalle wie Kupfer, Nickel, Aluminium und Agrarrohstoffe gibt es schon seit vielen Jahrhunderten.

In den früheren Jahrhunderten nutzen die Hersteller und Förderer der Rohstoffe wie Öl, Gas, Industriemetalle und Agrarrohstoffe wie Weizen, Soja, Mais, Zucker den Finanzmarkt mittels Future zur Absicherung von Preisschwankungen der Rohstoffe.

Damals gab es als Gegenpartei der Rohwarenhändler ebenfalls schon die Spekulanten, die mittels Future auf fallende oder steigende Kurse spekulierten.

Durch die Verbreitung von innovativen Finanzprodukten wie Zertifikate und ETF's gewann die Geldanlage in Rohstoffe erst in jüngster Zeit an Popularität beim breiten Anlegerpublikum.

Da Rohstoffe wie Öl, Gas, Industriemetalle und Agrarwaren von Verbrauchern und Unternehmen konsumiert oder weiterverarbeitet werden, unterliegen die Rohstoffpreise den Gesetzmäßigkeiten von Angebot und Nachfrage und den Konjunkturzyklen.

Demgemäß unterliegen die Preise für die Rohstoffe großen Schwankungen. Verschiedene zusätzliche Einflussfaktoren wie Wetterextremsituationen bei Agrarrohstoffe spielen deshalb eine große Rolle bei der Preisfindung. Krisensituationen im Nahen Osten spielen beispielsweise eine große Rolle beim Ölpreis.

Wir möchten die Vor- und Nachteile einer Geldanlage in Rohstoffe wie Öl, Gas, Industriemetalle und Agrarrohstoffe aufzeigen und erläutern welche Finanzinstrumente dem Anleger zur Geldanlage zur Verfügung stehen.

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Welche Vor- und Nachteile hat eine Geldanlage in Öl und andere Rohstoffe?

Industriemetalle Rohstoffe sind Sachwerte und sind in den meisten Fällen limitiert außer Agrarrohstoffe die immer wieder nachwachsen. Vor allem durch die Industrialisierung der Entwicklungsländer, allen voran China, werden immer größere Mengen an Rohstoffen wie Erdöl und Industriemetalle verbraucht.

Eine zunehmende Weltbevölkerung, der erhöhte Bedarf von Entwicklungsländer an Nahrungsmittel und die Verknappung von nutzbaren Land durch Zersiedelung und Umweltbeeinträchtigungen lassen auch nachwachsende Agrarrohstoffe knapper werden.

Rohstoffpreise steigen in der Regel mit der Inflation. Mit einer Investition in Rohstoffe kann man am langfristigen Preissteigerungspotential durch Inflation und dem zunehmenden Verbrauch der knappen Güter profitieren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Rohstoffpreise sich unabhängig von anderen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen entwickeln können. Dies kann zusätzliche positive Diversifikationseffekte in einem Anlegerdepot haben.

Der größte Nachteil einer Rohstoffinvestition, wie bei Edelmetallen, ist, dass die Anlage keine Erträge wie Zinsen, Mieten oder Dividenden generiert. Für den Erfolg der Anlage sind Preissteigerungen notwendig.

Rohstoffe sind Zyklen ausgesetzt und abhängig von der globalen Nachfrage und dem Angebot. Angebotsstörungen (z.B. schlechte Wetterkonditionen in Hauptanbaugebieten von Agrarrohstoffe, politische Unruhen im Nahen Osten bei Öl) können jederzeit auftreten und haben einen signifikanten Einfluss auf die Preisentwicklung.

Rohstoffe können für den erfahrenen Anleger durchaus als Depotbeimischung interessant sein. Man sollte jedoch die Zyklen in den unterschiedlichen Rohstoffen im Auge behalten, ansonsten können signifikante Verluste aus der Investition resultieren.


Welche Anlagemöglichkeiten in Rohstoffe gibt es?

Agrarrohstoffe Eine direkte Anlagemöglichkeit in physisches Öl, Gas, Industriemetalle und andere Rohstoffe ist für die meisten Anleger unmöglich. Wer hat schon die Lagermöglichkeiten für Tonnen von Rohmaterial?

Erfahrene Rohstoffanleger nutzen die Future Märkte für Rohstoff Spekulationen. Diese Option ist jedoch für die wenigsten Anleger geeignet und für eine langfristige Anlage in Rohstoffe unbrauchbar.

Seit einigen Jahren, haben die Banken jedoch mittels Zertifikate und Exchange Traded Funds (ETF) die Möglichkeit geschaffen, dass Privatanleger einfach in Rohstoffe investieren können.

Zertifikate und ETF's gibt es für alle möglichen Rohstoffe. In viele Rohstoffe kann man einzeln investieren oder in ein Rohstoffkorb. Bekannte Rohstoffkörbe gibt es für Energieprodukte (Öl, Gas, Benzin), Industriemetalle (Kupfer, Nickel, Aluminium, etc.) oder für Agrarrohstoffe (Weizen, Mais, Soja, Zucker, etc.)

Es gibt auch Rohstoffkörbe, die in die gesamte Palette der Rohstoffe inklusive Edelmetalle investieren. Die Bestandteile der Rohstoffkörbe sind meistens nach dem Handelsvolumen gewichtet, sodass Energieprodukte wie Öl den höchsten Anteil haben. Eine genaue Analyse des Rohstoffkorbes ist daher unerlässlich.

Zertifikate und ETF's investieren meistens über die Future Märkte in die Rohstoffe. Nur ganz wenige investieren direkt in den Rohstoff und lagern ihn ein.

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Eine weitere Anlagemöglichkeit in Rohstoffe ist die Investition in Rohstoffaktien. Im Gas und Ölbereich gibt es eine sehr große Anzahl von spezialisierten Unternehmen, die die ganze Wertschöpfungskette von der Exploration bis zur Raffinierung und dem Verkauf der Endprodukte abdecken.

Es gibt sogar spezialisierte Unternehmen, die im Agrarbereich tätig sind und auch Minenunternehmen, die sich auf den Abbau von einem oder mehreren Industriemetallen, Kohle, Eisenerz oder anderen Minenprodukte spezialisiert haben.

Rohstoffaktien bilden nicht nur die Rohstoffzyklen in ausgeprägter Form ab, sondern sind auch noch typischen Aktienmarktrisiken unterworfen. Ein positiver Diversifikationseffekt zu Aktien ist daher nicht immer gegeben.

Andererseits haben gerade Öl- und Gasaktien hohe Dividendenrenditen und ermöglichen dadurch eine Beteiligung an den Erträgen durch steigende Preise oder Volumen.


Eine kleine Depotposition von 5 -10% in Form von Zertifikaten oder ETF's auf Rohstoffkörbe und eine Investition in dividendenstarke Öl- und Gasaktien kann durchaus für viele Anleger Sinn machen.


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