Warum Tagesgelder und Termingelder als Geldanlage?

Tagesgeldkonto Tages- und Termingelder oder auch Festgelder genannt sind sehr beliebte Geldanlagen vor allem in Deutschland. Die Vor- und Nachteile dieser beliebten Geldanlageform werden in diesem Artikel erklärt.

Einen Vergleich der wichtigsten Anbieter von Tagesgeld- und Terminkonten runden das Angebot ab.

Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto ohne festgelegte Laufzeit. Der Kontoinhaber kann täglich in beliebiger Höhe über sein Guthaben verfügen.

Es unterliegt in der EU der Einlagensicherung des jeweiligen Landes.

Termingelder (Termineinlagen, Termindepositen oder auch Festgelder genannt) sind kurz- bis mittelfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, bei denen die Laufzeit mindestens einen Monat oder länger beträgt.

Die Verzinsung eines Tagesgeldkontos ist in der Regel höher als bspw. die eines klassischen Sparbuchs oder Girokontos. Dies liegt zum einen daran, dass viele Tagesgeldkonten ausschließlich als Online-Konto angeboten werden und dadurch die Verwaltungskosten sinken, die dann in Form von höheren Zinsen an den Kunden weitergegeben werden können.

Zum anderen kann als Ursache das offensive Marketing vieler Kreditinstitute benannt werden, die versuchen, mit (zumindest zeitweise) günstigen Tagesgeldkonditionen neue Kunden zu gewinnen.

Die Höhe des Zinssatzes bei Tagesgeldern hängt sehr stark vom kurzfristigen Zinssatz ab, den die europäische Zentralbank bestimmt.

Der Zinssatz für Tagesgelder kann jederzeit von der Bank geändert werden, während der Zinssatz für Termin- oder Festgelder für die Laufzeit fixiert ist. Der Zinssatz für Festgelder ist höher je länger die Laufzeit gewählt wurde. Der Zinssatz für ein Jahr Laufzeit ist höher als für die Laufzeit von einem Monat.

Im Portfoliokontext können Tages- und Termingelder ein geeignetes Instrument sein, um den Anteil des Cash Depotanteils abzubilden. Weitere Informationen zur geeigneten Depotzusammensetzung je nach Anlegerrisikoprofil findet man auf der Portfoliokonstruktion Webseite.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Geldanlage in Tages- und Termingelder?

Tages- und Termingelder sind sehr sicher, wenn Sie bei einer EU Bank angelegt sind.

Einlagen auf Tagesgeldkonten unterliegen der Einlagensicherung. In der EU beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherungsgrenze seit dem 30. Juni 2009 100 % der Einlagensumme, maximal jedoch 100.000 EUR.

Über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus bieten Banken in vielen Ländern weitere Sicherungen an. In Deutschland sind dies die Einlagensicherungsfonds der jeweiligen Bankenverbände, die weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus die Einlagen der Kunden schützen.

Vorsicht ist jedoch geboten bei Banken von nicht europäischer Herkunft. Hier muss genau geprüft werden, wie viel der Einlage staatlich gesichert ist.

Ein weiterer Vorteil von Tagesgeldkonten ist, dass man über die Gelder jederzeit verfügen kann. Für ein Tagesgeldkonto gilt keinerlei Einschränkung beim Zugriff auf die Geldanlage, wie es etwa beim handelsüblichen Sparkonto der Fall ist.

So ist Tagesgeld eine der wenigen Formen der Geldanlage, die ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aufgelöst werden kann. Tagesgelder eignen sich daher besonders für kurzfristige Geldanlagen.

Bei Termingeldern ist man je nach Laufzeit länger gebunden, aber Laufzeiten unter 6 Monaten sind noch als kurzfristig zu betrachten. Länger laufende Termingelder haben in der Regel einen höheren Zinssatz.

Es gibt viele Internetbanken, die im Vergleich zum traditionellen Sparbuch, bessere Zinsen anbieten. Hierbei muss man jedoch beachten, dass die Bank aus dem EU Raum oder der Schweiz stammt.

Einige Banken zahlen den Zins bei Tagesgeldern monatlich aus. Dies hat den Vorteil des Zinseszinseffektes. Bei Termingeldern wird der Zins nach Ende der Laufzeit ausbezahlt.

Ein weiterer Vorteil von Tagesgeldkonten und Termingeldern ist die kostenlose Kontoführung. Zusätzliche Gebühren fallen nicht an. Allerdings kann man diese Konten nicht für den Zahlungsverkehr benutzen.



Der größte Nachteil gerade im jetzigen niedrigen Zinsumfeld ist die geringe Verzinsung. Falls man das Geld länger auf einem Termin- oder Tagesgeld parken möchte, dann sollte der Zins zumindest Inflationsrate und die Steuern auf die Zinserträge abdecken. Das ist zur Zeit nicht der Fall, sodass Tages- und Termingelder nicht für die langfristige Geldanlage geeignet sind.

Ein weiterer Nachteil von Termingeldern ist die Festlegung der Geldanlage auf die Laufzeit, die bis zu 5 Jahren dauern kann. An steigenden Zinsen kann während der Laufzeit nicht partizipiert werden. Ein frühzeitiger Ausstieg ist, wenn überhaupt möglich, mit hohen Kosten verbunden.

Anbieter von Tages- und Festgelder

Tages- und Festgelder werden von fast allen Banken angeboten. Die höchsten Zinssätze haben jedoch oft spezialisierte Online Banken.

Wie schon erwähnt ist es sehr wichtig, sich zu versichern, dass der Anlagebetrag nicht den Höchstbetrag der Einlageversicherung übersteigt. Bestimmte Banken offerieren auch kurzzeitig erhöhte Zinssätze an, um neue Einlagegelder anzulocken und in den Tagesgeldzins Rankings weiter oben zu erscheinen.

Sehr gut zeigt das die Übersicht von Tagesgeldvergleich aktuell, in der Anbieter mit zeitlich befristeten Angebot alle ersten Plätze einnehmen. Ähnlich ist es bei fast allen anderen Vergleichen.

Deshalb sollte man die Bedingungen genau studieren, um herauszufinden, wie lange das Zinsangebot gilt. Dieser spezielle Zinsbonus gilt vor allem für Neukunden.


Einen guten Überblick zu den aktuellen Zinssätzen und Kondition von Tagesgeldern gibt die folgende Tabelle.


Die folgende Tabelle zeigt die besten Anbieter im Bereich der Festgelder mit einer Laufzeit ab 6 Monaten.


Autokredit 160x600